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Kanton Basel-Stadt

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Jugend und Gewalt

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Kampagne zum Thema Verantwortung
Das Ressort Besondere Prävention ist in Basel eine wichtige Anlaufstelle im Zusammenhang mit Gewalt an Schulen und im Freizeitbereich. Unser Ziel ist es, präventiv Gewalt- und Straftaten von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Unser Angebot umfasst genderorientierte Gewaltprävention an Basler Schulen. Bei Krisen bietet das Ressort Besondere Prävention innert kurzer Frist Beratung und Unterstützung an. Mit der Jugend- und Präventionspolizei hat die Kantonspolizei Basel-Stadt seit 2009 zusätzlich spezielle Ansprechpersonen für die Jugendgewalt im Freizeitbereich geschaffen.
Unsere Haltung und Arbeitsweise
Eine klare Haltung gegenüber Gewalt ist uns wichtig. Wir haben Verständnis für die Hintergründe und Umstände von gewalttätigem Verhalten, aber mit der Gewalttat sind wir nicht einverstanden. Gewalt kann man erklären, aber nicht entschuldigen. Wir akzeptieren jeden Menschen, ungeachtet seiner Herkunft oder seiner Bildung und nehmen jede Person ernst und wichtig. Wir arbeiten konfrontativ, mit viel Struktur, aber immer transparent und ehrlich.
Dissoziales Verhalten ist oft eine Kompensation von Hilflosigkeit und Ohnmacht. Die Stärkung von positiven Verhaltensweisen ermöglicht ein gutes Selbstwertgefühl, das Gewalt zur Bestätigung nicht mehr benötigt. Mittels Kompetenzerweiterung können Kinder und Jugendliche gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien erlernen. Dies geschieht sehr individuell und kann über folgende Inhalte erreicht werden:
  • Kompetenztraining
  • Einstellungsänderung
  • Opferempathie
  • Differenz zwischen idealem Selbstbild und wirklichem Selbst
  • Individuelle Provokationstests
  • Analyse von Aggressivitäts-Auslösern
  • Kosten-Nutzen-Kalkulation aggressiven Verhaltens
Wir bieten den Jugendlichen die Konfrontation, die sie in ihren verletzenden Auseinandersetzungen suchen und stellen uns als Reibungsfläche zur Verfügung.
Die von uns realisierten Projekte werden in geschlechtshomogenen Gruppen durchgeführt. Dies ist vor allem bei Themen wichtig, bei denen unterschiedliche Standpunkte von Jungen und Mädchen vorhanden sind und/oder geschlechtsspezifische Unterschiede in der Sozialisation bestehen. Wir arbeiten bedürfnisorientiert und Projekte werden je nach Thematik zusammengestellt und durchgeführt. In jedem Projekt wird mit Einbezug von „Kopf - Hand - Herz“ gearbeitet.